Was ist neu in Grado 2025? Hotels, Restaurants, Events, Strand, Baustellen, ein Gourmet-Festival – und ein Podcast!

Hier präsentiere ich euch die geballten Neuigkeiten, Tipps und Termine der Saison. Dann habt ihr alles kompakt und übersichtlich auf einer Seite, und ihr müsst euch nicht durch die letzten zehn, fünfzehn Wochenschauen wühlen.

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Vorab: Meine 53 Lieblingsorte in und um Grado, ob neu oder schon seit Generationen betrieben, stehen hier.

Aber jetzt zu allen Neuigkeiten der Saison.

Hotels

Wir sind sehr gespannt auf die Neueröffnung des Hotels Adria in der Fußgängerzone. Fast zwanzig Jahre lang stand das Hotel leer, nun soll der Betrieb wieder aufgenommen werden. Die schöne Fassade ist erhalten geblieben, dahinter wird komplett entkernt und modernisiert.

Die Arbeiten verlaufen so unregelmäßig wie ein nächtlicher Schluckauf.

Rechtzeitig zum Saisonauftakt wird es allerdings nicht mehr fertig – vielleicht zum Herbst? Oder verzögert es sich erneut? UPDATE: Der Bauherr hat mich auf der Straße angehalten – vor 2028 wird das Hotel nicht fertig. Ich gebe das mal so weiter. Krass.

Auch das Savoy macht sich schicker. Das einzige Fünf-Sterne-Hotel Grados hat eine neue Fassade bekommen, mit ganz viel Bepflanzung. Der Achtzigerjahre-Charme der Farben ist geblieben – gut so, die Achtzigerjahre sind ja auch wieder modern. 

Moderne Fassade, markante Farben, das Grün kommt bald.

Größere Neugründungen in allen Preisklassen wie zuletzt die Laguna Faro Suites, Laura e Christian Guest House, Sunset & Sunrise sowie Casa Bea gibt es in diesem Jahr nicht zu vermelden.

Restaurants

Der Strandkiosk Al Faro, ein echter Wohlfühlort am Beginn des alten Strandes, punktet nun mit einer kleinen Speisekarte, die über die Saison ausgebaut werden soll. Sogar Christians legendäre Carbonara gibt es wieder! (Wenn sie nicht auf der Karte stehen, einfach fragen.)

Das Mafalda am großen Kreisverkehr hat das Konzept geändert: Es gibt nur noch Wein, Cocktails und eine kleine Karte – aber ganz viel Brot und hausgemachte Pasta zum Mitnehmen, darunter auch köstliche Tortellini.

Hach, wenn dieses Bild duften könnte…

Der Probelauf fand über die Weihnachtstage statt, als sich ganz viele Apartment-Besitzer dort eingedeckt haben. »Halb Wien hat hier eingekauft«, freut sich Co-Besitzerin Natascha.

Schöne Geschichte aus dem traditionsreichen Restaurant Alla Borsa in der Altstadt: Die Besitzer fanden keinen neuen Koch, also stellte sich die 25-jährige Tochter Arianna kurzerhand selbst an den Herd. Und: Sie kocht wirklich gut! (Außerdem sind die Portionen ausgesprochen üppig.) Wir waren schon dreimal dort, immer war es wunderbar. Meine Lieblinge sind die Vorspeisenplatte sowie die hausgemachten Gnocchi ai fasolari.

Das All’Androna, für viele das beste Restaurant der Insel, bietet nun am Mittag keine vollständige Speisekarte mehr an, sondern stattdessen die typischen venezianischen cicchetti, fantasievoll belegte Brote und sonstige Häppchen. Schöne Idee, denn wer gibt sich im Sommer, vor allem unter der Woche, die volle Breitseite aus Antipasto, Primo, Secondo und Dolce?

Strand

Am 1. Mai findet die Stranderöffnung statt, das ist immer ein großes Ereignis mit Kapelle und Honoratioren und dem Bürgermeister in der Trikolore-Schärpe. 

Auch in diesem Jahr will die GIT überall mehr Service anbieten. Augenscheinlichste Neuerung ist das frisch aufgebaute Piratenschiff in der Nähe des Thermalbades. 

Zeigt das nicht euren Kindern, sonst packen sie sofort die Koffer.

Außerdem soll es beim Restaurant Antiche Terme im Hochsommer jeden Dienstagabend Aperitivi, Häppchen und Livemusik geben. 

Zwei größere Pläne: Auch das bislang unbebaute Stück Strand zwischen Città Giardino und Pineta soll weitgehend erschlossen und besonders familienfreundlich ausgebaut werden, darunter mit einem flachen Pool; das wird aber allerfrühestens 2026 der Fall sein. 

Events 

Die wichtigste Nachricht zuerst: Die Frecce Tricolori kommen nach einem Jahr Pause wieder nach Grado. Am 25. Mai, einem Sonntag, zeigen sie ihre Kunststücke. Im letzten Jahr hatte die Staffel aussetzen müssen, weil die Piloten auf einer sommerlichen US-Tournee waren, und ein Ersatztermin im Herbst war den Verantwortlichen in Grado zu spät. Wem der Grado-Termin in diesem Jahr zu früh ist: Am 6. Juli sind die Flieger in Lignano.

Die Schlemmersaison beginnt traditionell auf dem Festland mit dem »Festa degli asparagi«, dem Spargelfest in Fossalon von Ostern bis Anfang Mai. Es gibt auch einen kleinen Rummel drumherum, samt Hüpfburg, Schiffsschaukel und Autoscooter. Rummel heißt auf Italienisch sehr poetisch »Luna Park«, eines meiner Lieblingswörter.

Die Kinder sammeln schon Gutscheine.

Am 4. Mai steigt das »Beer Festival« im Parco delle Rose. Es wird am 29. Juli auch wieder die »Via dei Sapori« geben, wo Restaurants aus Grado und ganz Friaul ihr Können zeigen. Bei schlechtem Wetter wird es auf den 30. Juli verschoben, denn zwei sommerliche Schlechtwettertage hintereinander sind in Grado selten. Und im August geht es beim »Calice di Stelle« um Weingenuss unterm Sternenhimmel.

Boreto gibt’s natürlich auch. Hier in der Hausmanns-Version.

Bei zwei »Sardelade« vom 11. bis 13. Juli und vom 25. bis 27. Juli gibt es allerlei Frittiertes aus dem Meer und der Lagune; auch eine dritte stimmungsvolle Sardelada, die von den Fischern selbst direkt am Hafen organisiert wird, soll stattfinden. Allerdings war das Hafenfest auch im letzten Jahr groß angekündigt und wurde dann kurzfristig abgesagt, Schuldzuweisungen flogen hin und her, und in dem Kuddelmuddel wusste am Ende niemand mehr, wer genau die Schuld hatte. 

Dafür wird es im Oktober ein ganz neues, großes Gourmetfestival in der Altstadt namens »Le Calli di Bacco« geben – die Gassen des Weingottes Bacchus. 18 Restaurants aus Grados Altstadt, Winzer aus dem Collio und landwirtschaftliche Betriebe aus dem Umland nehmen daran teil. Klingt doch gut, oder? Soeben ist das Datum festgezurrt worden: 24. bis 26. Oktober. Einzelheiten folgen im Blog.

Seid dabei, wird fein!

Zeitgleich steigt das Hell’s Race, ein buntes Hindernisrennen am Strand. Aber ich denke, man wird sich nicht in die Quere kommen.

Das Profi-Tennisturnier der Damen findet in diesem Jahr nicht im Mai, sondern vom 8. bis 16. Juni statt, und das Preisgeld ist noch einmal aufgestockt worden: Es ist jetzt ein »WTA 125«-Turnier, es geht also um 125.000 Dollar. Das wird ein Weltklassefeld anlocken, und der Eintritt ist frei.

Baustellen

Das Projekt ist sehr modern, sehr luxuriös und polarisiert den Ort: Das Royal Palace direkt an der Flaniermeile am Strand soll schon in diesem Jahr fertig werden.

Hier geht’s zügig voran.

Für noch mehr Aufregung sorgt aber das neue Hotel Sans Souci Seascape, das an die Stelle des »Castelletos« (Schlösschens) kommen soll. Zu wuchtig, zu modern, finden viele. Mehr Stimmen dazu in der kommenden Mediterranen Wochenschau.

Dieser Entwurf stößt besonders Grado-Stammgästen arg auf.

Eine ärgerliche Verzögerung ist der Bau des zweistöckigen Parkhauses neben dem Tennisclub, das eigentlich zu Saisonbeginn fertiggestellt sein sollte. Danach sieht es nicht aus, und damit ist die Parkplatzsituation wieder einmal ein Problem. Aber das kennen wir ja seit Jahren.

Und: Nachdem die Ferienresidenz Tenuta Primero seit einigen Monaten einen neuen Besitzer hat, sucht nun auch der dazugehörige Golf Club Grado einen neuen Betreiber. Interessenten sind vorhanden, die Verhandlungen scheitern immer wieder. Besonders interessant sind die Baugenehmigungen drumherum: Ferienhäuser rund um Golfplätze sind ja beispielsweise in Spanien sehr lukrative Investitionen. 

Golfen mit Lagunen- und Barbana-Blick.

Die Schiffslinie

Bis zum 20. März sollten sich Reedereien bewerben, damit die beliebte Linie Grado-Triest wieder aufgenommen werden kann, aber niemand meldete sich. Eines der vielen Probleme: Nicht nur in Restaurants und Hotels, sondern auch an Bord herrscht Personalmangel, so dass die Reedereien manche ihrer Boote gar nicht mehr in Betrieb halten können. Der Verkehrsverbund APT überlegte sogar, einfach selbst ein Schiff zu kaufen. Doch, dann, obwohl die Frist eigentlich schon abgelaufen war, haben sich Anfang April gleich zwei Reedereien um die Verbindung beworben. Und jetzt muss es flott gehen, die APT unterzieht die beiden Bewerberschiffe einer Prüfung, die Namen der Reedereien und weitere Einzelheiten sind daher noch nicht öffentlich gemacht worden. Die Bürokraten stehen vor einem Dilemma, denn einerseits ist die Schiffslinie wirklich wichtig und bei Touristen sehr beliebt, andererseits will niemand ein erneutes Beinahe-Unglück wie im letzten Juni riskieren, daher wird ganz genau hingeschaut. Die APT-Präsidentin ist optimistisch und glaubt, dass die Linie Ende Mai ihren Betrieb aufnehmen kann. Ich halte euch auf dem Laufenden.

Der Podcast

Ja, und das ist die größte Neuerung! (Jedenfalls für mich.) Denn mein Podcast Radio Adria ist erschienen. Seid von Anfang dabei, wenn vielleicht etwas ganz Großes entsteht – aber wie ich mich vorher schön blamiere, verstottere, verhaspele, kurz: Unsinn rede. 

Hier könnt ihr reinhören! Über ein Abonnement würde ich mich sehr freuen.

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Es sind neue Lesungstermine hinzugekommen, darunter bin ich zum ersten Mal in Salzburg! Alles über »Mein Leben am Strand«, neue Pressestimmen und Tour-Daten lest ihr hier.

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