Hier kommt der einzige Newsletter, der mit den italienischen Fußballverantwortlichen schimpfen muss. Denn das war wirklich gemein von der Serie A, das Spitzenspiel Inter Mailand gegen Juventus Turin auf den Valentinstag zu legen!

Und dann war es auch noch ein echtes Spitzenspiel mit zahlreichen Fehlentscheidungen, das 3:2 für Inter ausging.
Zwei Dinge vorab, bevor es rein in die Woche geht: Ihr könnt mein neues Buch vorbestellen, sogar mit Signatur und ohne Mehrkosten! Hier steht mehr.
Und habt ihr schon in die neue Folge von Radio Adria reingehört? Darunter mit der schonungslosen Wahrheit über die Pizza Hawaii. Auf YouTube habe ich die Folge auch hochgeladen und mit Bildern von Grado, der Lagune und Venedig unterlegt.

Jetzt aber los.
Montag, 16. Februar
Die jährliche Strafzettelzählung ist da! Das ist eine meiner Lieblingsmeldungen, weil man so wunderbar viel zwischen den Zeilen lesen kann. Die Ortspolizei hat im Jahr 2025 knapp 450.000 Euro eingenommen, fast alle davon hatten mit dem Straßenverkehr zu tun. Von den 6700 Strafzetteln betrafen 5120 die Falschparker. 23 Strafzettel wurden wegen abgelaufener Zulassung ausgestellt, 3 wegen abgelaufenem Führerschein, 3 wegen missachteter Vorfahrt, 7 wegen fehlender Versicherung. Schlappe 5 Strafzettel wurden wegen zu schnellen Fahrens ausgestellt – nur 5 im ganzen Jahr? Haben die Polizisten da wirklich scharf genug hingesehen? Zehn Strafzettel gab es wegen fehlenden Helms, einen einzigen wegen Alkohol am Steuer und zwei wegen zu schnellen Bootfahrens. Alle registrierten Unfälle (beteiligt waren 17 Autofahrer, 2 Motorradfahrer und 7 Radler) blieben ohne Schwerverletzte, allerdings wurden zwei Führerscheine einkassiert und vier Autos beschlagnahmt.
Dienstag, 17. Februar
Wo wir gerade bei Mobilität sind: Das Experiment der Leihroller vom Sommer 2025 ist gescheitert und wird nicht wiederholt. Ohnehin waren die elektronischen Gefährte schwer umstritten – brauchte man sie in einem Ort der kurzen Wege und der vielen Fußgängerzonen überhaupt? Was dem Geschäft den Todesstoß versetzt hat: In Italien herrscht Helmpflicht. Daran hielt sich aber kaum jemand, sodass die Ortspolizisten mit dem Ausstellen der Strafzettel nicht mehr hinterhergekommen und wichtigere Arbeit liegen geblieben wäre. Kurzum: Im Sommer 2026 wird es keinen E-Roller-Verleih mehr geben.
Eigene E-Roller sind natürlich gestattet. Aber: immer an den Helm denken.
Mittwoch, 18. Februar
Nach dem vielen Regen versöhnt uns der Wettergott mit Fernblick bis zu den Alpen.

Aber begeben wir uns aufs Wasser. Letzte Woche hatte ich ja von den drei Schiffslinien berichtet, die schon in dieser Saison den Betrieb zwischen Lignano, Aquileia, Grado, Duino und Triest aufnehmen sollen. Was uns zur häufigsten Frage bringt, die mir gestellt wird: Gibt es eine Schiffsverbindung zwischen Grado und Venedig? Leider nicht. Obwohl es in der Vergangenheit immer mal wieder versucht wurde, und es ist ja auch ganz logisch: Grado bezeichnet sich als madre di Venezia, »Mutter Venedigs«, denn einiges spricht dafür, dass die Lagune Venedigs nicht nur vom Festland, sondern auch von Grado aus besiedelt wurde. Und da wäre eine Schiffsverbindung doch logisch, oder?
Das banale Problem: Venedig ist knapp zu weit für eine Tagesverbindung übers Meer. Das Boot wäre dreieinhalb bis vier Stunden unterwegs. Und so schön die Fahrt auch sein mag – wenn es am Abend zurückgeht, war man mehr auf dem Wasser als in Venedig.
Ich könnte mir zwar vorstellen, dass bei entsprechender Planung (üppiges Frühstück auf der Hinfahrt, Abendessen mit Prosecco und Musik auf der Rückfahrt) das Ganze durchaus hübsch gestaltet werden könnte. Aber all das ginge dann gleich wieder ins Geld. Und Schiffsdiesel ist in den letzten Jahren auch nicht billiger geworden.
Donnerstag, 19. Februar
Und noch eine Meldung aus Neapel, über die wir bei aller Dramatik ein wenig schmunzeln konnten. Ein Mann brach beim Tennis zusammen – Verdacht auf Herzinfarkt – und wurde von der Ambulanz in die nächstgelegene Klinik gefahren. Die Krankenschwestern, die telefonisch alarmiert worden waren, suchten verzweifelt nach dem diensthabenden Arzt, konnten ihn aber nicht finden. Bis sich herausstellte: Genau der lag vor ihnen auf der Trage…
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Hier kommen die aktualisierten Lesetermine.
Freitag, 10. April: Klagenfurt, Podcast-Festival
Samstag, 11. April: Wien, Wiener Ball der Bücher, Palais Niederösterreich
Montag, 11. Mai: München, Buchhandlung Singer
Dienstag, 12. Mai: Coburg, Buchhandlung Riemann
Mittwoch, 13. Mai: Großkarolinenfeld, Voglbuch
Montag, 18. Mai: Klagenfurt, Buchhandlung Heyn
Dienstag, 19. Mai: Wien, Konzertcafé Schmid Hansl
Mittwoch, 20. Mai: Graz, Buchhandlung Büchersegler
Mittwoch, 10. Juni: Hart, Stadtbibliothek
Donnerstag, 11. Juni: Gleisdorf, Buchhandlung Plautz
Freitag, 12. Juni: Steyr, Casinosäle
Freitag, 19. Juni: Wien, Thalia Mitte
Ab ins Wochenende! Wer noch Lücken im Bücherregal hat, bekommt hier ein paar Ideen von meiner Backlist.



Das Italien-Prinzip: Warum fasziniert uns dieses Land so sehr? Ein munterer Ritt durch Geschichte und Gegenwart. Hier entlang.
»Maiwald packt mediterranes Lebensgefühl zwischen zwei Buchdeckel.« – Sindelfinger Zeitung/Böblinger Zeitung
Meine Bar in Italien: Amüsante Lebenshilfe aus Pinos Enoteca, darunter mit dem heimlichen Helden Bruno und seiner Art zu arbeiten. Hier entlang.
»Ein wunderbar wärmendes Buch.« – Der Standard
Die Spaghetti-vongole-Tagebücher: Kultur & Kulinarik: eine turbulente kulinarische Reise von Venedig nach Triest, mit Tipps und Rezepten. Hier entlang.
»Endlich mal wieder ein echtes Feel-Good-Buch, das so richtig Lust auf Italien, seine Küche und den Sommer macht.« – Die Steirerin



Mein Leben am Strand: Sonnenstunden am Spülsaum, italienische Rituale, Begegnungen. Das Dolce Vita in Reinform. Hier entlang.
»Stefan Maiwald schreibt die Leichtigkeit in unser Leben.« – Oberösterreichische Nachrichten
Alle weg: verblüffende Einblicke: ein Winter an der Adria, wenn die Einheimischen unter sich sind. Eine Abenteuerreise in ein ganz fremdes Land. Hier entlang.
»Unterhaltsam und kurzweilig und macht Lust auf einen Ausflug nach Grado.« – Kronen Zeitung
Lezioni Italiane: Die Übersetzung des Italien-Prinzips. Ein wunderbares Geschenk für italienische Freunde – oder für all jene, die Italienisch lernen wollen.
In den Links zu den Büchern verweise ich auf Amazon, aber ihr bekommt die Bücher natürlich überall online – und in eurer Lieblingsbuchhandlung sowieso.
Und zum Schluss noch zwei stimmungsvolle Buchfotos von Robert Altmann – danke!


