Hochzeit im Spaßmobil, ein Fehler mit tieferem Sinn und 102.700 Euro Gewinn: Mediterrane Wochenschau CLIX

Hier kommt der einzige Newsletter, der ganz gerührt ist! Denn in dieser Woche habe ich ein paar wunderbare Mails von euch bekommen. Ein Beispiel: Leserin M. G. schrieb mir, dass sie sich »Meine Bar in Italien« zufällig vor dem Abflug in den Urlaub nach Griechenland (!) gekauft und sich selber gewundert habe – was würde sie denn dort mit einem Italien-Buch anstellen? Jedenfalls erzählte sie mir, wie sehr das Buch ihre Reise bereichert habe, und zum Schluss schrieb sie einen tollen Satz. Nämlich: »Bitte hör nie auf zu schreiben.« 

Werde ich nicht. Ich kann ja auch nichts anderes.

Samstag, 8. Juli

Was für eine schöne Hochzeit! Chiara, die Tochter der Delfino-Blu-Besitzerin Rosalba, hat ihren Davide geheiratet. Meine Frau Laura war mit ihrem Citroën Méhari die Fahrerin der Braut zur Kirche, was in Italien eine große Ehre ist. Und das Auto macht natürlich was her.

Auf dem Beifahrersitz mit Glocke (eine Hupe gibt es ja nicht): Bruder Daniele.
Die Probefahrt zwei Abende zuvor: Frau und Schwiegervater vorn, Töchter hinten links und rechts, in der Mitte eine Freundin, die sich vermutlich fragt, in welche Familie sie da bloß hineingeraten ist. Und ich? Muss als Chronist fotografieren und bleibe außen vor.

Sonntag, 9. Juli

Habe ich doch gesagt, dass Pino Glück bringt! In dem Zeitschriftenladen Cibin direkt daneben – die Betreiber trinken ihren Kaffee natürlich bei Pino – hat heute ein anonymer Glückspilz beim Lotto mit fünf Richtigen beim Spiel »6 aus 90« 128.000 Euro gewonnen. Abzüglich der Steuern bleiben immer noch ordentliche 102.700 Euro. Schon im Frühjahr wurden hier einmal 50.000 und einmal 23.000 Euro gewonnen. 

Montag, 10. Juli

Irgendwie hatte ich’s geahnt: In der letzten Post berichtete ich ja von der Prozession Perdòn de Barbana und dem wilden Party-Samstag zuvor. Nun hat sich Don Paolo gemeldet, der örtliche Priester: Die Kirche zeigt sich pikiert, dass die Feierlichkeiten am Abend und in der Nacht davor doch nun gar nichts mehr mit dem christlichen Sinn des Festes zu tun haben. Daher wird überlegt, statt »Sabo Grando« einfach eine Feierwoche vor oder nach der Prozession auszurufen, ganz losgelöst von dem Perdòn selbst. Der Bürgermeister ist einverstanden. Ob das aber die Leute abhält, am Abend vor der Prozession gemeinsam Wein zu trinken und Lieder zu singen? 

Dienstag, 11. Juli

Gerade lauerte mir ein Innsbrucker Pensionär bei Pino auf – er brauche ein Selfie für seine Prominenten-Sammlung. »Und was wollen Sie dann von mir?«, fragte ich. »Sie sind doch prominent!«, rief er. Er machte das Selfie, und ich reihte mich in seinem Handy-Album vor Franz Klammer und Sebastian Kurz ein, wie er mir stolz zeigte. 

Maiwald (links) begrüßt seine Fans (Symbolbild).

Ja, ihr Lieben, wenn das so weitergeht, dann werdet ihr schon sehen, was ihr davon habt.

Mittwoch, 12. Juli

Letzte Woche hatte ich euch Nicoletta und Sonja vorgestellt, und diese Woche war ich bei Hotelgründerin Beatrix zu Gast, die eine italienische Koch- und Sprachkurswoche organisiert hat, die wieder einmal ein voller Erfolg war – und bestimmt nicht, weil ich mal einen Abend vorbeischauen durfte. Beatrix schafft es immer, wirklich nette Leute zu versammeln. Was wieder einmal beweist, dass Menschen, die gern essen und trinken, auf einer Wellenlänge liegen. 

Eine echte Oase außerhalb von Grado: Der Prosecco ist immer gut gekühlt.

Passendes Sprichwort aus dem Adriaraum (Wochentag egal): »Wer am Sonntag nicht angeheitert ist, der ist’s nicht wert, dass man ihm am Montag die Hände schüttelt.«

Donnerstag, 13. Juli

Ich habe was gegen Rechtschreibfehler. Im Newsletter rutscht mir vermutlich immer mal was durch, weil ich hier ja als Ein-Mann-Armee antrete. Bei Büchern dagegen lesen vier, fünf Profis mit, bevor das Manuskript in den Druck geht. Und ein einziger Fehler hat es doch in die zweite Auflage von »Meine Bar in Italien« geschafft. Parmiggiano habe ich geschrieben, und auch wenn es richtig klingt und gleich ausgesprochen wird, muss es Parmigiano heißen. (Und es heißt tückischerweise Parmigiano Reggiano – einmal ein G, einmal zwei G bei gleicher Aussprache.) Doch in unserer Lieblingspizzeria Delfino Blu entdeckte ich just den gleichen Fehler auf der Speisekarte bei der Pizza Parmiggiana – vielleicht habe ich ihn ja dort aufgeschnappt.

Ich sprach Besitzerin Rosalba (die Brautmutter der Hochzeit vom Samstag) darauf an. Ja, das sei ein Fehler ihres Mannes Fulvio gewesen, der vor zwei Jahren viel zu früh verstorben ist. Sie habe den Fehler nicht korrigiert, um auch auf der Speisekarte eine kleine Erinnerung an ihn zu haben. Und damit ist die Sache beschlossen: Auch bei mir heißt es weiterhin Parmiggiano und Parmiggiana.

Freitag, 14. Juli

Hier kommt eine Exklusiv-Information: Ich arbeite ja am Nachfolgeband zu »Meine Bar in Italien«, der im nächsten Frühjahr erscheint. Aber vorher habe ich noch eine richtig dicke Überraschung für euch. Schaut doch mal, was ich für eure Weihnachtsgeschenke rausgehauen habe. Ja, auch so etwas schreibt der Maiwald. Und glaubt mir: Es wird euch gefallen. 

Zu beiden Büchern erfahrt ihr in den nächsten Wochen und Monaten mehr. Aber jetzt wünsche ich euch ein sonniges Wochenende, bis nächsten Freitag! Dann berichte ich euch auch von der brandneuen Cicchetteria in Grado direkt am Strand.

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