Hier kommt der einzige Newsletter, der es kaum erwarten konnte, wieder für euch zu schreiben! Denn ich habe zu Weihnachten und Neujahr viele nette Mails von euch bekommen, über die ich mich sehr gefreut habe.
Ab jetzt liefere ich wieder jeden Freitag ohne Pause bis Weihnachten frische Neuigkeiten aus Grado und aus der Umgebung sowie Aktuelles vom Schreibtisch – Buchprojekte, Artikel, Kolumnen, Podcast-Folgen.
Anfang März gibt es einen Sondernewsletter mit allen Neuigkeiten, die euch und mich in diesem Jahr in Grado so erwarten. Außerdem werde ich meine persönlichen Tipps für Grado aktualisieren.
Außerdem bekommt ihr schon im Februar Extrapost zu meinem neuen Buch, obwohl das erst im Mai rauskommt. Aber es ist sehr wichtig, dass ihr es ganz früh erfahrt. Warum, erkläre ich euch bald.
Jetzt rein in die Woche – endlich! Halt, vorher gibt es noch Schneebilder vom 5. Januar:




Und: Habt ihr schon meine Podcast-Folge Nummer 18 gehört, mit Venedigs dreistem Dieb, Riminis Stern und ganz vielen Ideen für Jesolo? Hört schnell rein, denn morgen, Samstag, kommt schon Folge 19 raus – mit Neuigkeiten aus Grado, der Bar der Glückspilze und reichlich Tipps, wie ihr Venedig genießen könnt, ohne ein Vermögen auszugeben. Hier habe ich alle Podcast-Folgen mit den jeweiligen Inhalten aufgelistet, dann könnt ihr nachhören, was euch interessiert.
Gehen wir’s an!
Montag, 12. Januar
Zwar schütteln einige immer noch den Kopf über die Entscheidung, ein Feuerwerk am 4. Januar statt an Silvester zu veranstalten, aber insgesamt waren Weihnachten und Neujahr ein schöner Erfolg. Das Wetter spielte weitgehend mit, die Strandbar Numero Uno war im zweiten Jahr hintereinander eine beliebte Anlaufstation der Touristen und Tagesausflügler, und in diesem Jahr gab es sogar eine Sauna direkt am Strand, angeblich mit Sichtschutz. Der entpuppte sich allerdings als ziemlich niedrigstufig; gut, dass nach italienischen Vorschriften sauniert wurde, nicht nach österreichischen – die Badekleidung hatte am Körper zu bleiben.
Also alles gut. Wäre da nicht dieser gewaltige Turm mitten in der Innenstadt, der praktisch von Tag zu Tag wächst und so extrem aussieht, dass auf Facebook manche Leute ernsthaft denken, es sei Photoshop oder KI. Nein, der Turm ist Realität und gehört zum Hotel Adria, jenem lange leerstehenden Haus in der Fußgängerzone, das nach fast zwanzig Jahren wiedereröffnen soll, luxuriös und unter strengen ökologischen Prinzipien.

Was ist da los? Denn überall hieß es zunächst, der Neubau sei auf sechs Stockwerke begrenzt. Das ist er auch, jedenfalls dann, wenn man das Erd- und Dachgeschoss nicht mitrechnet und einige Stockwerke so hoch baut, dass später leicht Zwischendecken eingezogen werden können – so jedenfalls die Spekulation in Pinos Bar. »Zehn, elf Stockwerke« werde der Turm hoch, ist man sich dort sicher.
Immerhin: Wer durch die Innenstadt flaniert, sieht von dem Turm nichts, er ist geschickt hinter den Häuserzeilen verborgen. Von der Ferne ist es aber schon etwas ganz anderes, und so manchem Bewohner wird der Blick auf den Campanile versperrt.
Alles ökologisch also, außer der Bau selbst – und seine Auswirkungen aufs Ortsbild.
Dienstag, 13. Januar
In den wenigen geöffneten Trattorien gibt es Tintenfisch vom Grill, denn der hat gerade Saison (der Tintenfisch, nicht der Grill): Olivenöl, ein Spritzer Zitrone, etwas Basilikum – köstlich. Die Wochen von Mitte Januar bis Mitte Februar sind in Grado die ruhigste Zeit des Jahres. Pläne werden geschmiedet, im Kleinen wie im Großen: Denn in den nächsten Jahren sollen zwölf Millionen Euro ausgegeben werden, um Straßen neu zu asphaltieren und den Sportplatz auf der Isola della Schiusa aufzuhübschen – ein kompletter Stadionneubau zwischen Città Giardino und Grado Pineta ist damit vorerst vom Tisch. Gut so, denn von welchem Stadion hat man schon einen so schönen Blick auf die Lagune?
Allein für die Straßenarbeiten sind vier Millionen Euro vorgesehen, denn so mancher Belag ist schon arg rissig geworden, aufgeworfen von wuchernden Baumwurzeln, die Autos beschädigen und Radler aus dem Sattel heben. Wobei manche Anwohner finden, dass der kaputte Asphalt auch etwas Gutes hat – dank der sozusagen natürlich gewachsenen Schwellen haben Raser keine Chance.
Zwei der zwölf Millionen Euro fließen in den Parco delle Rose, der übrigens deswegen so heißt, weil hier früher einmal tatsächlich 500 Rosenarten gepflanzt waren. Für zwei Millionen Euro werden dort neue Wege gepflastert und Laternen errichtet; auch ein Freiluft-Gym ist geplant. Mitte 2026 sollen die Arbeiten weitgehend fertiggestellt sein, bis 2028 soll der ganze Park dann wie neu funkeln.

Moment mal, bis 2028? So lange dauern die Arbeiten an einem Park, der nicht viel größer ist als ein Fußballfeld? Nun gut: Das, was bisher zu sehen ist, wirkt vielversprechend.
Und was ist mit dem Radweg kurz vorm Ortseingang? Dort gehen die Arbeiten mit der Geschwindigkeit einer Wanderdüne voran. Es wirkt nicht so, als gäbe es besonderen Druck auf die Arbeiter, zügig fertig zu werden. Sehr oft wirkt die Baustelle geradezu verwaist. Vielleicht sind die Arbeiter lieber in den Trattorien und essen Tintenfisch.
Mittwoch, 14. Januar
Da fiel mir bei Pino doch glatt der Kaffee aus der Hand. Für die Kleine Zeitung habe ich einen Artikel über den Hotelturm verfasst, der es auf die erste Seite des Piccolo geschafft hat!


Ist halt auch ein Ding: Ich schreibe vier Bestseller über das gute Leben in Grado, was keinen Journalisten vor Ort interessiert (zugegeben: vielleicht ganz gut so), und dann schimpfe ich ein paar Zeilen lang über einen allzu hohen Bau, und die Hölle bricht los. Aber klar, ich weiß ja, wie Medien funktionieren.
Und: Egal, ich habe recht.
Noch mal kurz und brav journalistisch zum Hintergrund: Die Genehmigung zu dem Hotelturm gab es im Juli 2015 vom Bürgermeister Edoardo Maricchio, dem Vorvorvorvorvorgänger des heutigen Bürgermeisters (ja, die letzten elf Jahre waren turbulent). Zuvor hatte es eine hitzige Debatte im Gemeinderat gegeben, das Votum fiel mit 7:6 für den Turm denkbar knapp aus. Außerdem waren 2700 Unterschriften gegen den Bau gesammelt worden, eine beachtliche Zahl bei 7000 Einwohnern. Und der Bürgermeister musste wenige Wochen später zurücktreten. Ob das mit dem damaligen Pro-Turm-Votum zusammenhing, lässt sich heute nicht mehr auseinanderklamüsern. Geholfen hat es jedenfalls nicht.
Donnerstag, 15. Januar
Auch an Tag 2 schlägt der Artikel weiter Wellen und wird erneut auf Seite 1 angekündigt.


Naja, sollen sie. Ist ja auch gerade sonst nicht viel los in Grado.
Jetzt aber fort von der Lokalpolitik, hin zu den schönen Seiten des Lebens.
Was ist eine »Backlist«? Das ist Verlagssprache für all jene Bücher, die in den letzten Jahren erschienen und auch noch lieferbar sind – die aber nach ihren Wochen oder Monaten der Glorie aus den ersten Reihen der Schaufenster verschwunden sind, um Neuerscheinungen Platz zu machen.
Hier kommt die Maiwald-Backlist meiner Lieblingsbücher. Ihr könnt sie in jeder Buchhandlung oder online bestellen, fast alle auch als E-Book oder Hörbuch.



Das Italien-Prinzip: Warum fasziniert uns dieses Land so sehr? Ein munterer Ritt durch Geschichte und Gegenwart. Hier entlang.
»Maiwald packt mediterranes Lebensgefühl zwischen zwei Buchdeckel.« – Sindelfinger Zeitung/Böblinger Zeitung
Meine Bar in Italien: Amüsante Lebenshilfe aus Pinos Enoteca, darunter mit dem heimlichen Helden Bruno und seiner Art zu arbeiten. Hier entlang.
»Ein wunderbar wärmendes Buch.« – Der Standard
Die Spaghetti-vongole-Tagebücher: Kultur & Kulinarik: eine turbulente kulinarische Reise von Venedig nach Triest, mit Tipps und Rezepten. Hier entlang.
»Endlich mal wieder ein echtes Feel-Good-Buch, das so richtig Lust auf Italien, seine Küche und den Sommer macht.« – Die Steirerin



Mein Leben am Strand: Sonnenstunden am Spülsaum, italienische Rituale, Begegnungen. Das Dolce Vita in Reinform. Hier entlang.
»Stefan Maiwald schreibt die Leichtigkeit in unser Leben.« – Oberösterreichische Nachrichten
Alle weg: verblüffende Einblicke: ein Winter an der Adria, wenn die Einheimischen unter sich sind. Eine Abenteuerreise in ein ganz fremdes Land. Hier entlang.
»Unterhaltsam und kurzweilig und macht Lust auf einen Ausflug nach Grado.« – Kronen Zeitung
Lezioni Italiane: Die Übersetzung des Italien-Prinzips. Ein wunderbares Geschenk für italienische Freunde – oder für all jene, die Italienisch lernen wollen.
Übrigens: Schreibt mir doch mal, welches Cover ihr am schönsten findet. Ich bin gespannt!
In den Links zu den Büchern verweise ich auf Amazon, aber ihr bekommt die Bücher natürlich überall online – und in eurer Lieblingsbuchhandlung sowieso. Was uns zum nächsten Thema bringt:
Hier kommen die Lesetermine 2026
Samstag, 11. April: Wien, Wiener Ball der Bücher, Palais Niederösterreich
Montag, 11. Mai: München, Buchhandlung Singer
Dienstag, 12. Mai: Coburg, Buchhandlung Riemann
Mittwoch, 13. Mai: Großkarolinenfeld, Voglbuch
Montag, 18. Mai: Klagenfurt, Buchhandlung Heyn
Dienstag, 19. Mai: Wien, Konzertcafé Schmid Hansl
Mittwoch, 20. Mai: Salzburg oder Graz
Mittwoch, 10. Juni: Hart, Stadtbibliothek
Donnerstag, 11. Juni: Gleisdorf, Buchhandlung Plautz
Freitag, 12. Juni: Steyr, Museum Arbeitswelt
Mehr Termine kommen in den nächsten Wochen hinzu.
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Jetzt wünsche ich euch ein schönes Wochenende. Mal sehen, wie die Geschichte mit dem Turm weitergeht. Und das Meeresmuseum an der Uferpromenade hat tatsächlich eröffnet! Aber das erzähle ich euch nächste Woche.
Zur letzten Wochenschau mit Paul Newman und Liz Taylor geht es hier entlang.
Zur Wochenschau mit den spektakulären Urlaubsfotos aus dem Jahr 1909 geht es hier entlang – mein erfolgreichster Newsletter von allen.
Zum Nachhören: Alle Podcast-Folgen von Radio Adria habe ich hier aufgelistet: eine perfekte Begleitung bei der Fahrt in die Arbeit, ins Wochenende oder in den Urlaub. Aber auch beim Kochen, Flanieren oder im Fitnessstudio.
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