Grado und der Schlamm, Ärger um die Camper, der Espresso geht von 0 auf 1! Mediterrane Wochenschau CCXCVII

Hier kommt der einzige Newsletter, der gerade von der Lesereise zurückgekehrt ist und sich jetzt auf ein paar entspannte Strand- und Schreibtage in Grado freut. Zuerst war ich in München, Coburg und Großkarolinenfeld, dann in Klagenfurt, Wien und Graz. Danke an alle, die da waren!

Ulrike und Johanna von der Buchhandlung Voglbuch haben mir diese selbstgemachten Espressotassen in den Farben des Covers geschenkt.

So eine schöne Idee.

Übrigens: Es ist wieder ein Bestseller, die Verkäufe allein in der ersten Woche übertreffen alle meine bisherigen Bücher, und ich weiß, darauf soll man als Autor nicht schielen – aber man tut es eben doch.

Liebe famiglia, das ist euer Verdienst.

Daher: ein ganz großes Dankeschön an alle von euch! Weiter unten kommen die Siegerinnen und Sieger der Tassen. Euer Beitrag war ganz wertvoll.

Wenn ihr bei dieser aufregenden Reise dabei sein wollt: Holt euch das Buch in eurer Lieblingsbuchhandlung, beim großen A, bei MorawaThalia oder Hugendubel

Sonntag, 17. Mai

Die Himmelfahrtswoche in Grado gehörte zu den schlechtesten, die ich in den letzten zwanzig Jahren erlebt habe. Wer von euch war vor Ort? Sturm, Gewitter, Hagel, 10 Grad – du liebe Zeit. Und das ausgerechnet beim internationalen Feuerwehrtreffen mit zehntausend Gästen. Wie schade! 

Dabei waren die Tage zuvor schon so traumhaft gewesen, dass sich viele Urlauber am Strand in die Horizontale begeben und die erste Bräune abbekommen haben. Immerhin: Am Tag des großen Umzugs der Feuerwehrautos kam dann doch noch die Sonne hervor.

Montag, 18. Mai

Klar, dass über das Treffen im Internet debattiert wurde – es wurde halt ordentlich gezecht und gesungen, hier und da bis spät in die Nacht. Das passte so manchem Gradeser nicht, aber die allermeisten hatten Verständnis. Die Hotels und Restaurants waren voll, und zwar an Tagen, an denen viele Kurzurlauber aus dem Norden wegen des Wetters storniert hatten. Am Ende also alles gut. Jetzt ist es ja wieder ruhig. Und die Mediziner, die bald zu den Ärztetagen anreisen, tendieren ja eher nicht zu Halbliterflaschen Bier am frühen Morgen. (Oder trinken sie nur heimlicher?)

Dienstag, 19. Mai

Parkt ihr noch oder wohnt ihr schon? Neues von der Strafzettelfront: Die Opposition hat das Thema der Wildcamper entdeckt – also jener Wohnmobile, die illegal irgendwo im Ort parken statt auf den für sie vorgesehenen Stellplätzen, etwa jenem gegenüber dem Eurospar-Supermarkt oder gleich auf den vielen Campingplätzen. Die Opposition glaubt an zu lasche Kontrollen, doch der Bürgermeister entgegnete, dass es im letzten Jahr 126 Strafzettel setzte und 2026 bereits 76. Schwieriges bürokratisches Problem: Wohnmobile gelten zunächst als Fahrzeuge wie jedes andere auch, sie dürfen also überall parken. Bloß echtes Campen ist auf den normalen Parkplätzen verboten. Und wie weist man den Unterschied zwischen Parken und Campen nach? Den armen Ortspolizisten raucht schon der Kopf.

Mittwoch, 20. Mai

Grado hat einen fiesen neuen Gegner: den Schlamm. Wird der Hafen bald unbefahrbar? Wer mit dem Boot rund um Grado unterwegs ist, braucht offenbar nicht nur nautisches Können, sondern auch eine Portion Glück. Denn die Lagune versandet zunehmend – und die Situation scheint ernst zu sein.

Das Problem betrifft vor allem die Zufahrtskanäle rund um Grado und Porto San Vito. Dort lagern sich immer mehr Sedimente ab, also Sand und Schlamm, die durch Gezeiten und Strömungen bewegt werden.

Die Folge: Die Fahrrinnen werden flacher. Besonders kritisch wird es bei Ebbe. Dann sinkt die Wassertiefe an manchen Stellen auf nur noch 1,20 bis 1,50 Meter. Für viele Segel- und Motorboote wird das ganz eng. Bereits Segelboote mit einem Tiefgang von mehr als 1,80 Metern können den Hafen von Grado oft nicht mehr erreichen. Die Hafenbetreiber glauben, dass die Region in den letzten Jahren zu wenig gebaggert hat, deswegen reichten sie eine Klage ein.

Wenn Häfen schwieriger erreichbar werden, bleiben Gäste aus, Liegeplätze verlieren an Attraktivität, Charterunternehmen und nautische Betriebe geraten unter Druck. Offenbar müssen Bootsfahrer inzwischen häufiger darauf hingewiesen werden, nur bei Hochwasser ein- oder auszulaufen.

Gut, dass sich gerade die Fischer zu Wort meldeten – mehr dazu nächste Woche.

Donnerstag, 21. Mai

Jetzt zu den Espressotassen! 500 von euch haben sich bei mir gemeldet. Ich bedauere es sehr, dass wir nur 15 Tassen verlosen können: Ich hätte gern jeder und jedem von euch eine geschenkt!

Ich habe alle Namen so anonymisiert, wie es nur ging, in einen Zufallsgenerator gegeben – und das war das Ergebnis: 

Ulrike W., Ursula S., Michael K., Rosi C., Daniel W., Dorothee G., Bettina H., Georg D., Caro S., Daniela B., Michaela D., Markus S., Agnes B., Judith D., Luis L.

Ihr alle bekommt in den nächsten Tagen eine Mail vom Verlag in Sachen Verschickung, Lieferadresse undsoweiter. Da halte ich mich schon aus Datenschutzgründen raus.

An alle, die nicht gewonnen haben: Ich habe jede Mail von euch gelesen (und auch beantwortet), ihr seid ein großer Teil der famiglia – danke von Herzen!

Jetzt wünsche ich euch ein wunderbares Wochenende.

Hier noch ein paar Stimmen zu »Espresso unter Sternen«:

»Sein bisher persönlichstes Buch: Maiwald macht Triest zur Bühne einer humorvollen, aber auch nachdenklichen Selbstfindung.« Tim Schweiker, SZ/BZ.

»Eine charmante Sinnsuche.« Kurier.

»Oh ja, man folgt dem Autor sehr gern durch die Straßen von Triest, leistet ihm Gesellschaft im Café und begleitet ihn zu inspirierenden, herzwarmen, skurrilen Begegnungen bei der Erforschung des Glücks. Und erfährt nebenbei, wie das mit dem Savoir-vivre, also, Dolce Vita, so funktioniert und was man davon mit Anmut in den Alltag mitnehmen kann. Aber unter uns gesagt: Selbst, wenn man gar nicht so arg italophil ist – Stefan Maiwalds Bücher, so auch dieses!, sind immer mehr als lesenswert, denn ihm gelingt es, elegant und nonchalant wie kein Zweiter, jede Gegend und jede kleine Begegnung, jeden Alltagsmoment mit einem Zauber und federleichten Glanz zu belegen. Und Moment mal, ist das nicht der Inbegriff von Glück?« Clumsymermaid, via Hugendubel. (Ich liebe den Usernamen!)

»Du schaffst es, Deine Leser gedanklich nach Triest zu holen und ich spüre die Atmosphäre. Vor allem diese kleinen Hinweise, wie man sich Oasen des Glücks schafft, sind sehr inspirierend. Echt stark!« Uli U., per Mail.

»Als Jahrzehnte langer Gast von Bibione hat mich das Buch Meine Bar in Italien nach Grado gebracht. Natürlich war auch in Pinos Bar. Ich möchte nur sagen, es hat mich sehr emotional getroffen, die vielen Bilder an der Wand und die ideenreichen tollen Geschichten. Mich beeindruckt auch Ihre Lebensphilosophie und Einstellung, einfach großartig, dass ich in dieser Bar war. Mich hat alles zutiefst bewegt, danke danke für alle Ihre Bücher.« Wolfgang L., per Mail.

»Für alle, die Italien nicht nur bereisen, sondern erspüren möchten und sich nach kleinen Auszeiten vom Alltag sehnen.« Till Stegmeier, Lovelybooks.

»Wo Kaffeehaus auf Meeresrauschen trifft, tanzt das Leben – und Stefan Maiwald erzählt Geschichten vom Glück der Begegnungen. Was für ein Lesevergnügen!« Ursula Kollritsch, Bestsellerautorin.

»Maiwald ist ein mitreißender, facettenreicher und unterhaltsamer Erzähler.« Münchner Merkur.

»Stefan Maiwald schreibt die Leichtigkeit in unser Leben.« Gerald Winterleitner, Oberösterreichische Nachrichten.

»Ich bin ganz verliebt in das Kapitel über Pier Paolo Pasolini! Du betrachtest die Geschichte hinter der Literatur, und das finde ich extrem wertvoll. Dieses Einordnen können so wenige.« Birgit Eschbach, Producerin und Podcasterin.

»Was für ein kluges, wundervolles, unterhaltsames Buch! Das steht fest: Mit Stefan Maiwald möchte man am liebsten stundenlang durch alle Städte auf dieser Erde spazieren, genau hinschauen, welche Geschichten er dort entdeckt; zuhören, was er alles zu erzählen hat, was ihm auffällt, dazu einfällt, wer ihm begegnet, zusammen Kaffee trinken und gut Essen gehen … Das alles bietet Espresso unter Sternen, eine Forschungsreise in Sachen Glück und Dolce Vita in der schönen Hafenstadt Triest – und das auf die typische, extrem unterhaltsame, augenzwinkernde Maiwald‘sche Erzählweise! Was für den Autor ein Schritt aus der eigenen Komfortzone mitten hinein in einen neuen Mikrokosmos ist, ist eine Riesenlesefreude für seine Leserinnen und Leser. Denn – by the way – keiner kann so unterhaltsam geschichtliche, gesellschaftliche, kulturelle Zusammenhänge schildern und mit echtem, persönlichen Leben verknüpfen, dass man sie nie wieder vergisst! Wo würde das besser passen als in der italienischen Schriftstellerstadt mit Tradition und Grandezza am blauen Meer. Klare, große, herzliche Leseempfehlung mit ganz vielen Sternen für dieses besondere Sternenbuch! Ein Must-read!« Mascha, per Morawa/Thalia.

»Espresso unter Sternen ist wieder ein ganz besonderes Lese-Highlight – danke, Stefan!« Voglbuch

»Beschwingt und humorvoll, aber auch mit Tiefgang, besonderen Beobachtungen und geradezu philosophisch – das macht die Bücher so besonders.« Martin Vögele, Buchhandlung Riemann, Coburg.

Zu allen Podcast-Folgen geht es hier entlang.

Und hier kommen die aktualisierten Lesetermine.

Mittwoch, 10. Juni: Hart, Stadtbibliothek
Donnerstag, 11. Juni: Gleisdorf, Buchhandlung Plautz
Freitag, 12. Juni: Steyr, Casinosäle
Freitag, 19. Juni: Wien, Thalia Mitte
Samstag, 20. Juni: Mödling, Literarische Gesellschaft
Samstag, 12. September: Bad Radkersburg, Mare-Hotels
Mittwoch, 30. September: Grafing, Bücherstube
Donnerstag, 1. Oktober: Wasserburg, Bücher Herzog
Freitag, 2. Oktober: Kolbermoor, Bibliothek
Samstag, 17. Oktober: Gutenstein, Buchmesse Bücherträume