Hier kommt der einzige Newsletter, in dessen Postfach es richtig gerappelt hat! Denn die Style-Tipps meiner Tochter, die in Mailand Mode studiert, haben für Aufsehen gesorgt. Weite Hosen und T-Shirts statt Hemden? Keine Kragen, keine Blusen? Auch für die Ü40-Generation?


Was erwartet euch in dieser Woche?
- Sinkende Boote in Triest und Grado
- Vom Erdbeben zum Waldbrand
- Die besten Frühstücksorte in Grado?
- Ärzte und Zahnärzte: Wohin bei Problemen?
Andiamo! Vorher: In der aktuellen Podcastfolge von Radio Adria geht es um die fatale Liebe der Italiener zum Glücksspiel. Hört mal rein.
Und, weil ich es kaum erwarten kann, schon ein Ausblick auf nächste Woche: Dann darf ich möglicherweise schon von meinem neuen Buch erzählen, das im April erscheinen wird: ganz viel Italien, ganz viel Maiwald, aber völlig anders.
Montag, 31. August
Was ist eigentlich gerade mit den Booten in unserer Gegend los? Erst ging am Samstag vor Triest die »Diwa II« unter, eine Motoryacht mit zehn österreichischen Urlaubern an Bord. Das Boot war morgens von Porto Piccolo bei Sistiana gestartet und wollte nach Izola in Slowenien. Dreihundert Meter vor der Außenmole des Triestiner Hafens brach plötzlich Wasser in den Rumpf ein. Die Situation entwickelte sich so schnell, dass für die »Diwa II« nichts mehr zu machen war.
Guardia Costiera und Feuerwehr rückten an, alle zehn Österreicher wurden gerettet und an Land gebracht, verletzt wurde glücklicherweise niemand.
Das Boot dagegen verschwand vollständig im Golf und liegt auf dem Meeresgrund. Der anschließende Bergungsplan ist kompliziert, weil verhindert werden muss, dass Treibstoff ins Meer gelangt.
Und kaum hatte man in Triest angefangen, über die Bergung nachzudenken, gab es am nächsten Morgen schon wieder Bootsdrama, diesmal bei uns in Grado. Im Porto del Mandracchio – das ist der offizielle Name des Haupthafens – lag am Morgen ein Motorboot in einer Position, die bei Booten allgemein als ungünstig gilt: stark zur Seite geneigt und zu einem erheblichen Teil bereits unter Wasser. Die Bootsbesitzer selbst, Salzburger, konnten sich retten und die Hafenpolizei verständigen.
Aus Triest kamen eigens Feuerwehrtaucher, aus Gorizia wurde ein Autokran herangeschafft. Die Taucher gingen ins Hafenbecken und untersuchten den Rumpf. Und jetzt wird die Geschichte interessant: Sie fanden kein Leck. Warum das Boot trotzdem so viel Wasser aufgenommen hatte, muss also noch geklärt werden.

Für die Rettung legten die Taucher große Gurte um den Rumpf, die anschließend am Kran befestigt wurden. Dann wurde das halb versunkene Boot langsam wieder aufgerichtet.
Pumpen raus, Wasser raus – und siehe da: Es schwamm wieder. Für die Aktion musste sogar die Straße am Hafen zeitweise gesperrt werden. Die Zuschauer bekamen ein hübsches Spektakel geboten, immerhin war es Sonntag vor dem Kirchgang.
Damit hatten wir innerhalb von gut 24 Stunden zwei Fälle im Golf von Triest und in Grado. Mit einem entscheidenden Unterschied: Die »Diwa II« vor Triest ging wirklich auf den Grund. Das Boot in Grado bekommt eine zweite Chance. Sofern die Beschädigungen durch das Wasser nicht zu groß sind.
Vielleicht sollten Bootsbesitzer an der oberen Adria in diesen Tagen nicht nur Wetterbericht und Seegang kontrollieren. Sondern sicherheitshalber auch mal nachsehen, ob ihr Boot noch auf dem Wasser liegt.
Im Übrigen zeigt das alles auch, was für ein Quatsch rund um das halbversunkene Boot vor dem Hotel Laguna Palace erzählt wird, das seit zwei Jahren Schlagseite hat. Der Betreiber des Anlegers will ja nichts tun, weil man fremdes Eigentum angeblich nicht anrühren darf. Selbstverständlich darf man das, wenn es andere gefährdet. Private Autos dürfen ja auch aus Halteverboten abgeschleppt werden. Jeder hat nur Angst, auf den Kosten sitzenzubleiben.
Dienstag, 1. September
Das verheerende Erdbeben im Friaul jährt sich zum 50. Mal. Damals, 1976, kamen 990 Menschen ums Leben, und Grado nahm unglaubliche 6500 obdachlos gewordene Menschen auf, teilweise bis zum Frühjahr 1977. Dieser wunderbare Akt der Solidarität, der in ganz Italien für Aufsehen gesorgt hatte, wurde nun mit Gedenkgottesdiensten und Ansprachen gefeiert. Gut so.
Nebenbei: Manchen Einwohnern hier stieß es bitter auf, dass ausgerechnet Menschen aus jenen Erdbebenregionen, die in den vergangenen Wochen von Waldbränden betroffen waren, den Gradesern ihr Ferragosto-Feuerwerk vorwarfen. Einige empfanden diese Kritik als Undankbarkeit.
Mittwoch, 2. September
Leserinnenfrage: Hallo lieber Stefan, magst du mir bitte deine Lieblingsbars in Grado verraten, wo es den besten Cappuccino bzw. Espresso und vor allem auch Cornetto con Cioccolato gibt? Wir fahren am Freitag für eine Woche nach Grado. Ich hoffe, ich treffe dich da mal in Pinos Bar, sodass ich mir ein Autogramm von dir holen kann. Viele Grüße, Beate
Liebe Beate, ich bin nicht der ganz große Frühstücksexperte, aber den besten Cappuccino gibt es in der Bar Marina Fiorita beim Eurospar-Supermarkt, da sind sich alle einig. Beim nächsten Einkauf unbedingt mal probieren. Was die Croissants angeht, habe ich viel Gutes von der Taxi Bar gegenüber der Trattoria Stralonga gehört. Auch die neue Bar Mafalda am Kreisverkehr mit ihrem selbstgebackenen Brot und Muffins ist einen Versuch wert.
Donnerstag, 3. September
Das waren merkwürdige Tage: Gleich drei Leserinnen und Leser haben mich nach Ärzten oder Zahnärzten in Grado gefragt. Ich habe natürlich immer geantwortet und hoffe, dass es allen wieder besser geht. Aber ich bitte um Verständnis: Für solche Auskünfte kann ich nicht zuständig sein, dafür gibt es das Tourismusbüro. Dort sitzen Menschen, die Deutsch sprechen und für solche Anfragen bezahlt werden. Und bei solchen Anliegen wissen die auch mehr als ich. Hoffe ich jedenfalls.
Deswegen an dieser Stelle und für alle: Der ärztliche Notdienst sitzt in der Via Fiume 11, dort waren auch wir mit unseren Töchtern bei allen Wehwehchen. Es gibt also keinen geheimen Arzt, der Tag und Nacht Hausbesuche macht und dessen Telefonnummer nur flüsternd von Fischer zu Fischer weitergereicht wird. Bei ernsteren Fällen am besten gleich in die Notaufnahme des Krankenhauses in Monfalcone. Zahnärzte gibt es in Grado auch, unsere Familie geht allerdings zu Pigo & Lucheschi nach Cervignano.
Noch ein Insider-Tipp: Falls ihr mit dem Fuß umgeknickt seid oder glaubt, euch irgendwas geprellt oder gar gebrochen zu haben, fahrt sofort nach Monfalcone: Denn der Notdienst in Grado hat kein Röntgengerät und würde euch auch sofort nach Monfalcone schicken – den Zwischenschritt könnt ihr euch dann sparen.
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Jetzt wünsche ich euch ein wunderbares Wochenende. Bleibt gesund!
»Espresso unter Sternen« habt ihr sicher schon im Regal – es ist auf dem besten Weg, mein erfolgreichstes Buch überhaupt zu werden.

Damit ihr euren Urlaub daheim verlängern könnt, kommt hier die Backlist meiner Bücher. Ihr könnt sie in jeder Buchhandlung oder online bestellen, fast alle auch als E-Book oder Hörbuch.



Das Italien-Prinzip: Warum fasziniert uns dieses Land so sehr? Ein munterer Ritt durch Geschichte und Gegenwart. Hier entlang.
»Maiwald packt mediterranes Lebensgefühl zwischen zwei Buchdeckel.« – Sindelfinger Zeitung/Böblinger Zeitung
Meine Bar in Italien: Amüsante Lebenshilfe aus Pinos Enoteca, darunter mit dem heimlichen Helden Bruno und seiner Art zu arbeiten. Hier entlang.
»Ein wunderbar wärmendes Buch.« – Der Standard
Die Spaghetti-vongole-Tagebücher: Kultur & Kulinarik: eine turbulente kulinarische Reise von Venedig nach Triest, mit Tipps und Rezepten. Hier entlang.
»Endlich mal wieder ein echtes Feel-Good-Buch, das so richtig Lust auf Italien, seine Küche und den Sommer macht.« – Die Steirerin


Mein Leben am Strand: Sonnenstunden am Spülsaum, italienische Rituale, Begegnungen. Das Dolce Vita in Reinform. Hier entlang.
»Stefan Maiwald schreibt die Leichtigkeit in unser Leben.« – Oberösterreichische Nachrichten
Alle weg: verblüffende Einblicke: ein Winter an der Adria, wenn die Einheimischen unter sich sind. Eine Abenteuerreise in ein ganz fremdes Land. Hier entlang.
»Unterhaltsam und kurzweilig und macht Lust auf einen Ausflug nach Grado.« – Kronenzeitung
In den Links zu den Büchern verweise ich auf Amazon, aber ihr bekommt die Bücher natürlich überall online – und in eurer Lieblingsbuchhandlung sowieso.
Und hier kommen die aktualisierten Lesetermine.
Samstag, 12. September: Bad Radkersburg, Mare-Hotels
Mittwoch, 30. September: Grafing, Bücherstube
Donnerstag, 1. Oktober: Wasserburg, Bücher Herzog
Freitag, 2. Oktober: Kolbermoor, Bibliothek
Sonntag, 11. Oktober: Stift Ossiach, Festival »Kunst der Balance«
Samstag, 17. Oktober: Gutenstein, Buchmesse Bücherträume
