Hier kommt der einzige Newsletter, der euch endlich von der neuen Verlosung berichten kann!
Also: Mein neuer Roman erscheint im April 2027 – dieses Mal habe ich mir ein Jahr Zeit gelassen. Und nichts ist für Buchhandel und Verlag wichtiger als Vorbesteller. Wenn ihr mir was richtig Gutes tun wollt, dann bestellt das Buch vor, ob in eurer liebsten Buchhandlung, bei Amazon, bei Morawa, Thalia, Hugendubel oder Orell Füssli.
Eine Besonderheit: Bei Autorenwelt.de könnt ihr das Buch vorbestellen und bekommt es handsigniert, ohne Aufpreis.
Jetzt kommt’s: Unter allen Vorbestellern (egal wo!) verlosen der Verlag und ich 25 Notizbücher aus Portobellino, jenem Ort an der Adria, an dem es wegen des neuen Pfarrers und der dickköpfigen Bürgermeisterin richtig rund geht.

Ihr müsst mir nur kurz schreiben, dass ihr es vorbestellt habt (zum Beispiel auf stefan.maiwald@golfmagazin.de), und schon seid ihr im Lostopf. Eine Bestellbestätigung müsst ihr mir nicht anhängen.
Ein großes Dankeschön an alle von euch!
Jetzt aber rein in die Woche! Was erwartet euch?
- Scharfe Kritik am Schulessen
- Die Baustellen am Ufer – und die Angst vorm Hochwasser
- Der kleine Park macht sich hübsch
Montag, 12. Oktober
Beim Essen und Trinken verstehen die Italiener wenig Spaß, und es ist gute Sitte, am Ende der Saison über die schlimmsten Bestellungen in den Trattorien zu lästern. Wobei auch in diesem Jahr niemand jenen Skandinavier schlug, der letzten Sommer in einem Restaurant in der Innenstadt eine Thunfisch-Zwiebel-Pizza und dazu – zeitgleich, wie er forderte – Spaghetti carbonara bestellte. Als beides kam, kippte er die Nudeln über die Pizza und aß alles zusammen.
Jetzt allerdings geht es um die Kleinsten. Nicht zum ersten Mal steht die Kantine der Grundschule von Grados Festlandsortsteil Fossalon in der Kritik. Das war schon so, als meine Töchter dort zur Schule gingen. Jetzt ist der Ärger wieder hochgekocht.
Das Problem, so die Eltern: Den Kindern werden Mahlzeiten serviert, die kaum satt machen und zu wenige Proteine enthalten. Nur an einem einzigen Tag gibt esFleisch (Hähnchen), an einem anderen Fisch (Alaska-Seelachs oder, wie Fachleute ihn nennen, Fischstäbchenfisch).
Hier kommt der aktuelle Speiseplan der Woche – der, so die Ortsregierung, von einem Ernährungsexperten kreiert wurde.
Montag: Reis mit Käse, Erbsenkroketten, Tomaten, Obst, Weißbrot.
Dienstag: Nudeln mit Pesto, Spinat, Obst, Weißbrot.
Mittwoch: Gemüsesuppe mit Croûtons, gebratene Hähnchenstückchen, Obst,Vollkornbrot.
Donnerstag: Vollkornnudeln mit Gemüseragout, Seelachsfrikadellen, Zucchini,Obst, Weißbrot.
Freitag: Kichererbsencreme, Nudeln, Käse, Karotten, Obst, Weißbrot.
Das mag niedergeschrieben noch einigermaßen annehmbar aussehen, aber die Fotos der Speisen drücken arg aufs Gemüt.
Einige Eltern berichten, dass die Kinder beim Verlassen der Schule gegen 16.30 Uhr ausgehungert und nervös seien. Die Familien sehen sich deshalb gezwungen, »ihnen kräftige Zwischenmahlzeiten zuzubereiten«, so die Opposition. Es handelt sichschließlich um Kinder, die größtenteils wenig später zum Sport gehen und deshalbEnergie benötigen.
Just jener Koch, der die Barbarei des Skandinaviers mit seiner Zwiebel-Thunfisch-Spaghetti-Carbonara-Pizza ansehen musste, hatte einmal vorgeschlagen, sich in der Nebensaison eine Woche unentgeltlich in die Schulkantine zu stellen, um den Angestellten ein paar Tricks und Kniffe zu zeigen. Das wurde aus tausenderlei bürokratischen Gründen leider abgelehnt.
Vielleicht hätte er eine ganze Generation von Feinschmeckern kreiert, und die Nachwuchsprobleme an Grados Herden wären verschwunden.
Dienstag, 13. Oktober
Die Uferpromenaden bröckeln vor sich hin. Über die Schlaglöcher an der Riva Slataper hatte ich ja schon berichtet, aber auch am Hafen an der Riva Dandolo ist ein kurzer Abschnitt abgesperrt. Eigentlich sollten die Reparaturarbeiten im September beginnen. Jetzt haben wir Oktober, aber von Bauarbeitern keine Spur. Dabei ist die Sache nicht ganz ungefährlich. Die Ufermauer ist stellenweise so marode, dass sie einstürzen könnte. Und wenn im November das Hochwasser kommt, wird es bestimmt nicht besser.

Besonders ärgerlich: Die Region Friaul-Julisch Venetien hat bereits 800.000 Euro für die Sanierung zugesagt. Am Geld sollte es also nicht scheitern. Die Opposition schimpft, wie es von der Opposition zu erwarten ist. Denn schon im Dezember hatte der Bürgermeister versprochen, dass die Arbeiten spätestens Anfang Oktober beginnen würden.
Das Problem ist auch die Sicherheit, vor allem an der Riva Slataper. Fußgänger und Radfahrer müssen sich an der Absperrung vorbeizwängen, teilweise auf der Fahrbahn. Besonders für Kinder und Menschen mit Fahrrädern ist das gefährlich.
Mittwoch, 14. Oktober
In Grado wird nicht nur an den großen Baustellen gewerkelt. Manchmal sind es auch die kleinen Dinge, die einen Ort schöner machen. Zum Beispiel in Città Giardino, an der Viale Kennedy, gegenüber meiner Lieblingspizzeria Delfino Blu. Dort hat die Gemeinde eine kleine Grünanlage auf Vordermann gebracht. 55.000 Euro hat die Verschönerung gekostet. Città Giardino heißt übersetzt Gartenstadt. Da dürfen wir von einer Grünanlage durchaus etwas erwarten.

Pssst: Der Park wird seit jeher gern von jungen Liebespaaren frequentiert. Die Bäume schützen vor den Blicken der neugierigen Nonnas, die auf den Fensterbänken oder der Balkonbrüstung lehnen. Jetzt, mit den gestutzten Büschen und den Laternen, wird ein Rendezvous allerdings problematischer.
Donnerstag, 15. Oktober
Bei der Auflösung meiner Münchner Wohnung ist mir ein Feuilleton-Aufmacher der Süddeutschen Zeitung aus dem Jahr 1999 in die Hände gefallen – von mir! Was hätte aus mir werden können.

Ich habe den Kunstfälscher Edgar Mrugalla besucht. Was mich damals am meisten beeindruckt hat: Wenn er das Werk eines Malers fälschte, der Linkshänder war, dann malte er auch mit links. Denn Experten können erkennen, ob ein Gemälde mit rechts oder links gemalt wurde.

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Jetzt wünsche ich euch ein wunderbares Wochenende.
Wenn ihr Italien auf die Ohren braucht, hört bei meinem Podcast rein: Hier habe ich alle Folgen mit Inhalt aufgelistet. Die perfekte Begleitung beim Kochen oder Autofahren! In der aktuellen Folge (Nummer 52) geht es unter anderem um ein Luxushotel an der Adria, das es gar nicht geben dürfte – eine Meldung, die für viel Wirbel gesorgt hat.
